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Wenn du nun eine Grundidee hast, musst du dir überlegen, wie du diese umsetzen möchtest. Das heißt, du erstellst den berühmten "roten Faden". Mithilfe von Stichwörtern kannst du dir dann ganz leicht eine Übersicht verschaffen. Dieses Gesamtergebnis wird gemeinhin Plot genannt. Er verbindet Anfang mit Ende einer Geschichte.

Hier ein wenig zum Thema Handlung

2 Plot Varianten
Die zwei gröbsten Unterschiede bestehen in dem linearen Plot und dem komplexen Plot.
~ In ersterem führt jedes Kapitel zu einem eigenen Miniende. Man könnte in dem Sinne sagen, sie sind in sich abgeschlossen, verweben sich aber zusammengefasst zu einer großen Geschichte. Wie zum Beispiel die "Odyssee" Homers.
~ Der komplexe Plot hingegen ist ein wenig anders aufgebaut. In diesem werden die Geschichten mehrerer Charaktere behandelt und diese am Ende eines Kapitels in eine schwierige Situation gelotst, bevor zu Beginn des folgenden Kapitels das Problem eines anderen gelöst wird. Dieses Anwendung wird auch "Cliffhanger" genannt. Dadurch werden die Handlungen rivalisierender Personen miteinander verbunden. Plot und Gegenplot also. Am Ende treffen beide Gruppen meist aufeinander zum Bestaunen des phänomenalen Höhepunktes. Dies ist zum Beispiel in "Herr der Ringe" von J.R.R. Tolkiens der Fall. Allerdings können sie auch in unterschiedlichen Zeitepochen angesiedelt werden (siehe "Es" von Stephen King - Zeitsprung: 28 Jahre).

Plot-Modelle
Irgendein gescheiter Mensch hat einmal gemeint, es gäbe insgesamt um die 28 Plotmodelle. Im einzelnen also Liebesgeschichte, Racheakt, Familiendrama und und und
Die bekanntesten Basis Modelle sind: "Schnulzen"roman, (Psycho) Thriller, Krimi(nal Roman), Fantasy, Sciene Fiction
Natürlich gibt es auch noch mündliche Einteilungen wie z.B den Nackenbeißer, aber die sind nicht Maßstab gebend. Nun könnte man meinen, dass es keine Geschichte gibt, die noch nicht geschrieben wurde - mag sein. Aber das heißt nicht, dass es unsinnig wäre eine eigene zu schreiben! Denn du schreibst deine Geschichte aus deiner ganz persönlichen Sichtweise und auf deine eigene Art und Weise. Nur du kannst deine Charaktere so nach Belieben gestalten und sie zum Leben erwecken.

Was ist eine Geschichte?
Ein einfaches System ist folgendes:
Der Autor ist so zu sagen der Weber. Er webt Orte, Personen und ihre Handlungen zusammen. Verknüpft sie miteinander und behält den roten Faden im Auge.
Die Geschichte, der Plot, ist das Webstück. Das Webstück muss gut verarbeitet sein. So will der Käufer einen zufriedenstellenden gewebten Saum an Anfang und Ende des Stückes. Doch nicht nur das interessiert. Auch der Mittelteil (der Weg von A nach B).

Grundaufbau
Es gibt viele Thesen aus welchen Bausteinen ein Plot zu bestehen hat.
Eine lautet: Herausforderung, Hindernis und Höhepunkt.
Andere werden detailgetreuer definiert: Einleitung, Problematik, abgeflaute Zwischenszenen, hochtrabende Dramatik - Höhepunkt, Schluss.
Im letzteren Beispiel gibt es, wenn man es in einer Kurve darstellen wollte, insgesamt zwei Erhöhungen, darauf läuft es auch hinaus. Aber egal wie viele man einbaut und wie verschachtelt ineinander sie sind (Achtung: man sollte schon noch dem Plot folgen können, nicht umsonst ist er da) => eine Geschichte ohne jegliche Spannung (Höhepunkt) ist sinnlos ...
Zu beachten sei auch, dass wenn man einige Subhöhepunkte einstreut, diese immer größer sein sollten als der vorhergegangene!

Aufbau im Einzelnen
Am schwierigsten sind immer noch Situationen für den Charakter, die zuvor noch die da gewesen (für den Autor ebenso^^). Allerdings sollte man darauf achten, dass es dem Leser schnell müde wird, wenn der Protagonist die Probleme mit Bravour meistern kann.
Der ScienceFiction-Autor Ben Bova sagte: Löse niemals, niemals, niemals ein Problem, bevor Du nicht mindestens zwei neue aufgeworfen hast. Die ungelösten Probleme bilden die Kette von Versprechen, die das Interesse des Lesers wachhalten
Damit ist gemeint, dass der Handlungsstrang so aufgebaut sein sollte, dass jedes bewältigte Problem, die Figur vor ein noch größeres stellt, wo es wiederum gilt sich zu beweisen.
Dadurch wird die Geschichte dramatischer, verdichtet sich.
Am Höhepunkt der Story muss die Dramatik zu einem explosives Ende kommen. Die meisten Bücher werden mit dem klassischem Klischees des "Wettlauf um die Zeit" bedient, der immer noch großen Anklang findet. So zum Beispiel die Fantasy-Autorin A. Lee Martinez, die in einem ihrer Bücher über eine Hexe schreibt, die von Anfang an eigentlich lediglich etwas essen möchte, zwischendurch aber noch einmal schnell die Welt retten muss.

Moral, Thema, Prämisse
Wer einen der drei Begriffe nicht nur erläutern sondern auch in seiner Geschichte vorfindet, ist schon sehr weit!
Moral: Eine Moral ist die Lehre oder die (symbolische) Botschaft in Romanen. Besonders gern wird dies in historischen oder wurde es in alten Romanen angewendet. Ganz gerne wird somit auf die Hoffnung zurückgewiesen und den Glauben an Gott.
Heutzutage ist es so, dass man mit Moralen jedoch nicht mehr belehren, sondern nur noch den Unterhaltungswert steigern möchte. Früher war das anders. Z.B in Kalendergeschichten.
Thema: Das Thema ist das, worin es im allgemeinen in der Geschichte geht. In Diskussionsrunden hat man solche Themen wie "Schuluniformen - Ja oder Nein?", da ist keine Botschaft vorhanden, auch kein roter Faden, den man verfolgen könnte.
Alles mögliche kann das Thema sein, so sind auch mehrere in einer Geschichte möglich. Frey definiert das als „in der Literatur immer wiederkehrende Ideen“, als „Aspekte der menschlichen Existenz, die im Laufe des Romans immer wieder auf die Probe gestellt werden“.
Oft werden in Liebesromanen Themen wie "Was ist wahre Liebe?" oder "Wie verhalte ich mich, wenn sich der beste Freund in mich verliebt?" abgehandelt.
Prämisse: Die Prämisse hingegen ist „Festlegung dessen, was mit den Figuren als Ergebnis der Handlung einer Geschichte passiert“.
Ergo eine Folge. In "Die drei kleinen Schweinchen" beispielsweise: Dummheit führt zum Tod, Klugheit führt zu einem vollen Magen.
Es gibt in der Regel drei Typen von Prämisse.
Kettenreaktion: Hierbei hat man eine klassische Situation wie z.B ein totgeglaubter Geliebter. Dies führt zur Verzweifelung, das zu lebensmüden Taten. Daraufhin tritt die Schlüsselfigur auf und präsentiert seine heldenhaften Siege. Und dadurch wird diese Person zum Helden ernannt ...
Gegensätzliche Kräfte: banalstes Beispiel: Liebe sieht über Patriotismus
Situationsbedingte: Dies ist die schwierigste Prämisse und zumeist sehr aufgesplittet unter den Figuren.
- Krieg treibt in den Wahnsinn; Krieg macht bitter; Krieg macht reich.
- Situation ist der Krieg.
- Die Prämissen sind für die unterschiedlichen Charaktere.
- Am besten ist es, die roten Fäden der Charaktere als verschiedene Geschichten zu betrachten.

Beispiel - Prämisse
Mit ein paar eigenen Abwandlungen wahrscheinlich hast du dann einen groben Anfang, deine Charaktere und ein ungefähres Ziel. Außerdem benötigst du einen oder mehrere Anhaltspunkte, was in der Geschichte geschehen soll. Darum hier ein Beispiel
Biss-Reihe:

Anfang: Bella Swan eine ganz normale Teenagerin auf dem Weg ein neues Leben in einem neuen Ort zu beginnen; der Vampir Edward wird aufmerksam. Gegenseitig finden sie Interesse aneinander, was für Vampir und Mensch natürlich ganz ungünstig ist.
Ziel: Isabella soll glücklich mit ihrem Schatz werden.
Anhaltspunkt: Edwards Familie besteht nur aus Vampiren -
Bellas Prämisse könnte sein: Von einem Vampir gebissen zu werden, führt zur wahren Liebe.
Edwards Prämisse könnte sein: Liebe siegt über Vorurteile.

Natürlich kann eine Story auch mehrere Prämissen beinhalten.
Wichtig ist nicht, alles durchgeplant zu haben, das kann blockieren – muss aber nicht.
Wichtig ist, den Faden im Auge zu behalten.
Es kann helfen, ein komplettes Plotgerüst zu entwickeln und jeden Schritt aufzuschreiben. Dann kann man auf jeden Fall sicher gehen, dass man vor dem Schreiben alle überflüssigen Elemente eliminiert. Notwendig ist es so ein detailgetreuer Halt aber nicht.
Man sollte sein Ziel vor Augen haben, auch wenn es nur vage ist. Sonst neigt man dazu, sich zu verlieren. Es schreibt sich leichter mit Ziel. Genauso, wie es sich leichter mit Ziel arbeitet. Wenn du weißt, du musst verflixte 1000 Briefumschläge kleben, kannst du dir Häppchen einteilen und auf die 1000 hinarbeiten. Weißt du nur, dass du „unglaublich viele“ bearbeiten musst, wird das ganze ziemlich unübersichtlich.
Bei der Geschichte ist es jedoch so, dass man wichtige auch nicht mehr von unwichtigen Szenen unterscheiden kann. Wenn ich nicht weiß, dass Bella und Edward glücklich ineinander verliebt entkommen sollen, kann ich nicht darauf hinarbeiten. Dann weiß ich nicht, ob eine Szene, in der sich Edward von Bella entzieht, um zu erkennen, dass er sie jenseits von Gut und Böse liebt, notwendig oder überflüssig ist.

Überflüssige Szenen?
Das ist ein schwieriges Thema. Denn es kann schnell passieren dass man unabhängig von der eigentlichen Handlung sich eine schöne Szene ausgedacht und sie lieben gelernt hat. Auch wenn sie jetzt nicht in die Geschichte rein passt, ist man dennoch bemüht sie in den Zusammenhang mit ein zubauen. Das wird leicht kompliziert, da man nicht merkt wenn die Szene gar unnötig ist. Der Punkt ist, dass man sie ohne Konsequenz für den Verlauf der Geschichte streichen kann (oder könnte). Die meisten Erkennungsmerkmale greifen ineinander über. Zudem können es auch hier wieder mehrere pro Szene sein.
- Die Szene muss eine Auswirkung auf den Protagonisten oder die Handlung selbst haben: Der Charakter erleidet ein Schädeltrauma
-Der Protagonist kann sich psychisch oder physisch veränder. Hauptsächlich ist hier auf den Charakterzug angespielt.
- Der Protagonist schließt Folgen schwere Entscheidungen.
- Ein Wendepunkt muss herbeigeführt werden.
- Sie muss wichtige Dinge beschreiben, ohne deren Verständnis man die Geschichte nicht nachvollziehen kann: Wenn es in dem Land, wo die Geschichte spielt, eine zerbrochene Klinge eine Schande war und eine verlorene Ehre bedeuten würde, und keine Ehre das Aus für die Männer war .... das aber nirgends erwähnt wird ... so kann der Leser nicht verstehen, wieso es so wichtig sein soll, dass der Gegner nicht die Schwertklinge des Protagonisten zerbricht.

Hat man weder eine Auswirkung auf den Charakter, noch wächst oder verändert er sich, noch muss er eine Entscheidung treffen, führt die Szene keinen Wendepunkt herbei und beschreibt keine wichtigen Dinge – muss die Szene gehen.


Was ist, wenn der rote Faden reißt?
Oft entwickelt der Plot während des Schreibens eine Eigendynamik, die zum Leidwesen des Autors vom Entwurf der Handlung abweicht, und plötzlich wird der Protagonist in eine Ecke gedrängt, wo es für ihn kein Entkommen mehr gibt. In solchen Situationen wird sich dann provisorisch des berühmten wichtigen Gegenstandes aus der Hosentasche bedient, der alle Probleme löst und auf einmal ganz unerwartet gefunden wird.
Dabei ist es wichtig den Gegenstand an einer früheren Stelle der Geschichte bereits erscheinen zu lassen. Drehbuchautoren sprechen in diesem Zusammenhang von "Plazieren" und "Ernten". Dramatische Spannung entsteht niemals dadurch, dass der Leser nicht weiß, was als nächstes passiert, sondern dass wir ihn vermuten lassen, was als nächstes passieren könnte, und ihn daran zweifeln lassen, ob es passiert.

Ende
Die Enthüllung des Endes liegt auf einem schmalen Grat und sollte sich gerade noch an der Kippe des Vorstellungsvermögens des Lesers befinden. Der Leser ist enttäuscht, wenn das Ende zu leicht vorhersehbar war, aber er ist auch enttäuscht, wenn er das Ende nicht einmal annähernd von den Ereignissen des Plots hätte ableiten können. Ein Meister des unerwarteten aber dennoch plausiblen Endes ist Roald Dahl, der diese Kunst in seinen Kurzgeschichten bis zur Perfektion vollendet hat.

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Enden. Jenes Ende, in dem die Normalität der Situation, die zu Beginn der Geschichte aus den Fugen geraten ist, wieder hergestellt wird.
Im Gegensatz dazu stellt das andere Ende eine deutliche Verbesserung der Situation des Protagonisten dar. Um den Protagonisten nach den Ereignissen des explosiven Höhepunktes wieder zurück in seine Heimat zu bringen, genügen dann oft nur einige Absätze, die in einem Epilog abgehandelt werden können.

Isy




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